| 30. Juni 2004
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Der Spezialchemie-Konzern Degussa arbeitet gemeinsam mit der Bühler Druckguss AG aus der Schweiz an der Serienreife einer neuartigen Gusstechnologie. Mit der neuen Methode soll im Automobilbau bei der Herstellung von Druckgussteilen wie Getriebe- und Antriebswellen oder Lenksäulen eine Gewichtseinsparung von bis zu zwei Dritteln einhergehen. Das Projekt fußt auf der Erzeugung von Metallschäumen, vor allem aus Aluminium, an der der Geschäftsbereich Oligomere & Silicone derzeit arbeitet.
Durch den Zusatz des Treibmittels Magnesiumhydrid – das der Bereich ursprünglich zur Herstellung modifizierter Silicone entwickelt hat – während der Aluminiumschmelze kommt es zu der gewünschten Schäumung. Ein Kilogramm Magnesiumhydrid enthält 800 Liter Wasserstoff, der in der Schmelze freigesetzt wird. Schaumaluminium besitze eine hohe Steiffestigkeit und ein geringes spezifisches Gewicht, da 85 Prozent seines Volumens aus Luft bestehen. Die Dichte von massivem Aluminium beträgt 2,7 g/cm3, die des Alu-Schaums nach Angaben eines Unternehmenssprechers lediglich 0,85 g/cm3. Der Schaum ist demnach spezifisch leichter als Wasser. Die Metallschäume haben ähnliche mechanische Eigenschaften im Hinblick auf Festigkeit und Belastbarkeit wie ein kompakter Metallguss. Neben dem Vorteil eines geringeren Rohstoffbedarfs durch diese neue Gussmethode wirken Metallschäume aufgrund ihrer porösen Struktur zudem vibrations- und damit schalldämpfend.
Quelle: ATZ Online







